Als ich heute zum Frühstück in den Lokalteil der PAZ für Peine schaute, durfte ich wieder einmal Merkwürdiges lesen. Da macht doch der Kommunalpolitiker Gerhard Bietz, Mitglied der CDU und des Rates der Stadt Peine, allen Ernstes den Vorschlag, die Stadt Peine solle doch die im Stadtgebiet vorhandenen Laternen an werbewillige Firmen vermieten, um so in Zeiten leerer Kassen das Stadtsäckel aufzufüllen. Beispielsweise sei es ja auch möglich, so Bietz, die vermuteten Mehreinnahmen von 300€ je Laterne für soziale Zwecke zu verwenden.

Da war ich ja mal wieder ein wenig sprachlos. Als ob wir nicht schon genug von unaufgeforderter, unnützer und aufdringlicher Werbung belästigt werden? Herr Bietz….Laternenwerbung und Laternenspam in Peine braucht kein Mensch! Diese visuelle Vergewaltigung des Stadtbildes ist schon in Zeiten des Wahlkampfes überflüssig und schwer erträglich! Die penetrante Belästigung muss nicht auch noch in der wahlkampffreien Zeit über das bereits vorhanden und zeitlich glücklicherweise begrenzte Maß hinaus fortgesetzt werden! Und der Vorschlag mit dem Einsatz der Mittel für soziale Zwecke ist für mich auch nur Rhetorik! Oder werden die bereits vorhanden Einnahmen aus bestehenden Städtereklameverträgen auch schon in voller Höhe für soziale Zwecke eingesetzt?
Glücklicherweise wurde die entsprechende Anfrage an die Stadt Peine von dieser bereits abschlägig beantwortet. Allerdings wohl nur aufgrund der Tatsache, dass derzeit noch ein Vertragsverhältnis mit der Firma Deutsche Städte Medien besteht und Werbung Dritter während der Laufzeit dieses Vertrages ausgeschlossen ist. Ich will mal für uns Peiner hoffen, dass unser Bürgermeister Michael Kessler seinen Kämmerer nicht schon mit der überschlägigen Berechnung der zu erwartenden Einnahmen für Laternenwerbung beauftragt hat.
Herr Bietz! Mit so einem Unsinn kann man in Peine keine Kommunalwahl gewinnen! Anstatt ihre der Kommunalpolitik gewidmete Zeit für sinnlose Nachfragen zu verschwenden, sollten Sie und ihre Partei sich besser den wichtigen Themen in Peine zuwenden.
Der “werbefreibleibenwollender” Peiner